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Erholungsraumkonzept
für das
Naturschutzgebiet
Wahner Heide
Auftraggeber:
Bund für
Umwelt- und Naturschutz NRW (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz
und Umwelt Nordrhein-Westfalen e.V. (LNU), Naturschutzbund
Rhein-Berg (Nabu).
Herausgeber:
Bündnis
für die Wahner Heide e.V., 2002, Köln
Autoren:
H.Sticht, M.Bathen
Das Erholungsraumkonzept Wahner Heide ist Bestandteil der
Gesamtkonzeption Wahner Heide (link). Es wurde 2001/2002 erstellt und
am 25. Mai 2002 anlässlich der Tagung Wahner Heide den
Landschaftsbehörden überreicht.
Das Konzept besteht aus einem 32 Seiten starken Textteil und einer Din
A 3-Karte.
Im Kartenwerk werden zukünftige Wander-, Rad- und Reitwege, Parkplätze,
Besuchereinrichtungen usw. dargestellt.
Einige Ergebnisse des Erholungsraumkonzepts werden im folgenden
stichwortartig wieder gegeben:
1. Ein neues, reduziertes Wegenetz, zuvorderst ausgerichtet an
ökologischen Erfordernissen, das aber die schönsten Landschaftsteile
der Wahner Heide integriert.
2. Die „verwilderte“ Eigenart dieser Kulturlandschaft soll erhalten,
eine unangepasste Infrastruktur vermieden werden.
3. Eine klare Vorrangstellung für Wanderer und Radwanderer, zu
Ungunsten eines heute noch dichten Straßennetzes. Parkplätze werden
tendenziell aus dem Zentrum der Landschaft in die Peripherie verlagert.
Im zweiten Schritt können Teile des Straßennetzes, wie zum Beispiel die
Alte Kölner Str. nördlich Camp Altenrath, für den Autoverkehr gesperrt
werden.
4. Effektive Weglenkung statt auffälliger Verbotsschilder: Mit der
beschriebenen Verkehrslenkung können Besucher aus abgesperrten
Landschaftsteilen wirkungsvoller heraus gehalten werden als durch
Zonierungen und ihre Verbote.
5. Die heutigen Roten Zonen werden weitgehend nicht in ein
Wanderwegnetz integriert. Die Abriegelung in Richtung Westen (Lind,
Spich) bleibt somit auch bestehen.
6. Die Beschilderung wird vereinheitlicht: Naturschutzgebietsschild und
Übersichtstafel an jedem Knotenpunkt (Gebietseingang, Parkplatz). Alle
anderen Schilder werden aufgegeben. Im Gelände sind verschiedene
Rundwanderwege mit spezifischen Symbolen gekennzeichnet. An markanten
Punkten weisen Informationstafeln auf Wissenswertes hin.
7. Um sensible Biotope zu schonen, sie gleichzeitig aber begrenzt
zeigen zu können, werden „Gelenkte Wege“ und „Beobachtungsstände“
eingesetzt.
8. Das Camp Altenrath soll Standort für das „Landschaftszentrum
Südliche Heideterrasse“ werden, mit dem Informationszentrum sowie noch
zu gründender Bio-Station, Heidehof mit Verkaufsladen und Heidemuseum.
9. Die Gebietskontrolle übernimmt die hauptamtliche Heidewacht
(Landschaftspfleger des Landschaftszentrums) in Vernetzung mit der
Polizei (Funktelefonkontakt) und in Zusammenarbeit mit der
ehrenamtlichen Heidewacht, der stark aufzustockenden Landschaftswacht.
10. Es werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie das
Erholungskonzept finanziert und in der Praxis umgesetzt werden kann.
Der Einrichtung einer Biologischen Station als Teil des
Landschaftszentrums wird dabei eine zentrale Rolle beigemessen.
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