aktion publikationen kontakt / impressum
home
wahner heide

königsbrücker heide

wolf

jagd

wurzel_werk

stage

ausstellungsdesign

_________________

Die Königsbrücker Heide ist aufgrund Ihrer militärischen Vergangenheit mit Kampfmitteln aller Art belastet.
Das Betreten ist lebensgefährlich und verboten!

achtung blindganger
Explosiver Blindgänger
Bei wissenschaftlicher Feldarbeit nach über 14 Jahren 'Frieden' im Jahr 2006 entdeckt













in die königsbrücker heide


DIE KÖNIGSBRÜCKER HEIDE
- mehr als ein Nationalpark

Wildnis vor den Toren Dresdens

Sachsens größtes zusammenhängendes Naturschutzgebiet (NSG), die "Königsbrücker Heide", hält mit fast 7000 ha Fläche die besten Voraussetzungen für eine sekundäre Wildnis bereit. Nach ca. 90 Jahren preußischer, deutscher und sowjetischer Militärübung mit teilweise sehr schwerem Fahr- und Schießgerät wurde das Gebiet 1992 unter Schutz gestellt. Seitdem richtet sich der Naturhaushalt hier weitestgehend ohne menschlichen Einfluss nach seiner eigenen Gesetzmäßigkeit ein.
Wildnisgebiete sind eine eigene Kategorie der 'Weltnaturschutzorganisation' IUCN (besteht aus Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen). Sie ist eine Fortschreibung der Schutzgebietsart Nationalpark. Grundlegend sind alle Landnutzungsformen wie Siedlungs- und Verkehrsbau, Wasser-, Land-, Forstwirtschaft und Bergbau sowie der Jagdbetrieb ausgeschlossen. Auch sollen keine naturschutzfachlichen Pflegeeingriffe oder Renaturierungen Oberhand behalten und der Tourismus ist ausgeschlossen. Jeder hat jedoch die Möglichkeit die Königsbrücker Heide mit einer Busführungen der Gebietsbetreuung oder per 'Biberpfad' kennen zu lernen.

In ihrer Gesamtheit erreicht die Königsbrücker Heide die Kriterien der
höchsten Schutzkategorie 1b (Wildnisgebiet) bei der IUCN. Die Anerkennung ist in Prüfung. Von den 14 deutschen Nationalparken erreichen hingegen nur drei die IUCN-Kategorie 2 (Nationalpark). Ursache sind meist zu große Flächenanteile die nicht sich selbst überlassen werden (Jagd, Waldumbau, Tourismus, Pflegemaßnahmen). Hieran wird deutlich, dass das Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide bei der Strategie 'Natur Natur sein lassen' selbst gegenüber den meisten deutschen Nationalparken voraus geschritten ist.


"Eingefleischte Akteure sehen in diesem komplexen und konsequenten Schutzanliegen ein gewagtes Experiment. Sie meinen, ohne ihre professionellen Manipulationen erleide die Natur, insbesondere die Waldnatur, nur Schaden. Wie in uralten Tagen billigen sie unserer Heimatnatur keinen Eigenwert zu, sondern erst dann, wenn sie der Wertschöpfung dienlich ist. Sie plädieren daher dafür, dass es vollauf genügt, den Naturschutz in die Landnutzung zu integrieren. Die Hinwendung zu einer naturschonenden Wirtschaftsweise im Sinne des Nachhaltigkeitsgebotes ist verdienstvoll und anerkennenswert, aber mit Naturgüterschutz und Naturschonung allein kann man die viel komplexeren Aufgaben des heutigen Naturschutzes nicht lösen. Das Vorhandensein spezieller, möglichst nutzungsfreier und störungsarmer Schutzgebiete anzuzweifeln und alle Versuche, getroffene internationale Vereinbarungen durch praktizierten Etikettenschwindel aufzuweichen, sollte eigentlich längst der Vergangenheit angehören. Dem ist leider nicht so."

Heinz Kubasch in 'Der Natur eine Chance'

Neuerscheinung
September 2006:

Heinz Kubasch, Initiator des Naturschutzgebietes Königsbrücker Heide, stellt auf rund 250 reich bebilderten und Informationsgefüllten Seiten diese einzigartige Landschaft und die Realisierung der Vision von Wildnis in Mitteleuropa vor.

Der Natur eine Chance - von der Militärbrache zum Wildnisgebiet Königsbrücker Heide




Natürlicher Verlauf der Pulsnitz
Die Fließgewässer im NSG sind inzwischen
fast flächendeckend vom Biber besiedelt


Wolkenstau an der Königshöhe
Der Übergang vom norddeutschen Tiefland zum Mittelgebirgsraum ist eine der standörtlichen Besonderheiten der Königsbrücker Heide



Offenland trotz fast 15 Jahren Sukzession
 Im NSG bleiben weite Flächen waldfrei, was der gängigen Lehrmeinung vom Waldkontinent Europa widerspricht. Antwort könnte die 'Megaherbivoren-
theorie' sein. Schlüssel zur unberührten Entwicklung dieses landschaftsökologischen Aspektes sind von Jagd verschonte Wildpopulationen



Laubfrosch auf Heidekraut in einem Sandmagerasen






Stand: 15. Oktober 2006

spezielles_____
Bildchronologie der Wiederbewaldung in der Königsbrücker Heide